Farblehre

In meinem heutigen Artikel gehe ich auf den Umgang und das Mischen der Farben ein. Auch das Thema „Sättigung der Farbe“ wird dargestellt.

Meine Palette hat überwiegend folgende Farben:
Kadmiumrot(medium), Alizarin crimson, Kadmiumgelb hell, Kadmiumgelb Zitrone, Ultramarinblau, Phthalo blau, Burnt umber, Titanweiß

Ganz bewusst kaufe ich nicht viele andere schöne Farbtöne, die mir gefallen, sondern mische größtenteils die genannten Farben miteinander. Dann passen sie zusammen, wirken harmonisch und leuchtend – und vermitteln nicht den Eindruck „Schau mal wie schön bunt ich malen kann!“
Durch das Mischen bekommt man mit der Zeit ein Gefühl für die Farben.
Und wenn ich bei einem Bild zu viele verschiedene Töne ins Spiel bringe, verhindere ich, dass sich eine bestimmte Farbe hervorhebt.

Der Farbkreis
Am besten kann man die Farben anhand des Farbkreises erklären. Tipp: Nur durch das Lesen dieses Textes verinnerlichst du diese Zusammenhänge nicht, es sei denn, du bist schon sehr geübt. Erst durch das Ausprobieren und Üben werden die Zusammenhänge sichtbar, logischer und man merkt sie sich besser.

Wir beginnen mit den drei Primärfarben:

Kadmiumrot (medium) – Ultramarinblau – Kadmiumgelb hell

Jede dieser drei Farben ist sehr gesättigt.

Mischen wir jeweils zwei davon, entstehen die Sekundärfarben

Blau und Rot =Lila
Rot und Gelb = Orange
Gelb und Blau= Grün

Tipp: Vorsicht mit zu vielen gesättigten Tönen, lieber auch mal Grautöne benutzen.

Nehmen wir eine dieser Sekundärfarben, und mischen eine 3. (gegenüber liegende) Primärfarbe hinzu (Beispiel: Orange + Blau), bewegen wir uns in die Mitte des Kreises und die Farbe ist weniger gesättigt.

In der Mitte des Kreises, in dem durch das Mischen aller drei Primärfarben ein Braun – und durch das Hinzufügen von Weiß Grau entsteht – haben wir dann die am wenigsten gesättigte Farbe, nämlich das Grau.


Wir sehen bei unseren Motiven viel zu häufig die puren, gesättigten Farben.

Beispiel Apfel:

Unser Gehirn sagt uns: Der Apfel ist rot – deshalb nehme ich das pure Rot aus der Tube. In Wirklichkeit bestehen die Objekte aber viel häufiger aus gemischten Farben und Grautönen.
Bei meinem Apfel findet man z.B. an keiner Stelle das reine Kadmiumrot aus der Tube, dies wäre zu hell bzw. zu gesättigt.

Um den Apfel dunkler zu machen, mische ich das Rot mit Blau, um das Rot heller zu machen, mische ich Gelb zum Rot. Weiß kommt nur zum Schluss als Reflex hinzu. Hier muss man aufpassen, dass sich das Rot nicht mit Weiß vermischt, ein Apfel ist ja an keiner Stelle rosa…

Wie gesagt: Übung den Meister. Es hört sich komplizierter an, als es ist.
In der nächsten Lektion vertiefe ich dieses Thema noch anhand von Beispielen.

„Mach dein Leben bunter!“

Schreibe einen Kommentar